Mit der Einladung zum Vorstellungsgespräch haben Sie die erste Hürde geschafft. Nun möchte das Unternehmen Sie persönlich kennenlernen.
Julia Kleine

Das Vorstellungsgespräch

Sie haben die erste Etappe im Bewerbungsverfahren erfolgreich durchlaufen und sind zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen? Dann gratulieren wir Ihnen. Ihr Qualifikationsprofil passt grundsätzlich zum Stellenanforderungsprofil. Nun möchte das Unternehmen Sie persönlich kennenlernen und herausfinden, ob Sie und der Arbeitgeber neben der fachlichen Seite auch persönlich zueinander passen.

Pünktlich und gepflegt
Da der erste Eindruck beim potenziellen neuen Arbeitgeber nicht wiederholbar ist, müssen Sie sich auf Ihr Vorstellungsgespräch gut vorbereiten. Seien Sie pünktlich, treten Sie gepflegt, freundlich und möglichst ruhig auf. Informieren Sie sich im Vorfeld (z.B. über Unternehmensbroschüren, den Internetauftritt) über den im Unternehmen üblichen Kleidungsstil. Grundsätzlich gilt: „Lieber etwas zu schick als zu leger“.

Vorbereitung für den Ernstfall
Informieren Sie sich unbedingt im Vorfeld über das Unternehmen, damit Ihre Motivation und Ihr Interesse an der Stelle und an der Firma ersichtlich werden.

Bereiten Sie einen „Zwei-Minuten-Spot“ vor, in dem Sie einen zweiminütigen Vortrag über Ihren beruflichen Werdegang, Ihre berufsbezogenen Kenntnisse und Kompetenzen halten. Die erste Frage an Sie ist meistens ganz und offen und lädt Sie ein, etwas über sich zu erzählen.

Auf zahlreiche Fragen, die häufig im Vorstellungsgespräch gestellt werden, können Sie sich gut vorbereiten. Dazu gehört beispielsweise die Frage: „Wo liegen Ihre Stärken, wo liegen Ihre Schwächen?“ (Tipp: Nennen Sie auf keinen Fall mehr als zwei Schwächen und nennen Sie nur Schwächen, die sich negativ auf den neuen Job auswirken und sogar positiv umgedeutet werden können). „Warum bewerben Sie sich ausgerechnet bei uns/ auf die ausgeschriebene Stelle?“, „Welche Kompetenzen und Erfahrungen bringen Sie dafür mit (erläutern Sie diese anhand von Beispielen)?“, „Was wissen Sie über unser Unternehmen (Produktpalette, Mitarbeiterzahl, Unternehmensphilosophie)?“

(Literaturtipp: „Die 100 häufigsten Fragen im Vorstellungsgespräch“ von den Autoren Jürgen Hesse und Hans Christian Schrader)

Bei den Fragen an das Unternehmen sollten Sie darauf achten, dass es sich um Fragen handelt, die nicht auf den ersten Blick aus der Internetseite des Unternehmens hervorgehen. Die Fragen sollten sich auf die Aufgaben und Tätigkeiten der ausgeschriebenen Stelle beziehen. Fragen zu den Arbeitsbedingungen (zu Themen wie Arbeitszeiten, Pausen, Kantine, Gehalt etc.) sollten Sie erst gegen Ende des Vorstellungsgespräches oder in einem zweiten Gespräch stellen.

Checkliste Vorstellungsgespräch:
  • Habe ich mich über den unternehmensspezifischen Kleidungsstil informiert?
  • Habe ich mich eingehend über das Unternehmen (Produkte, Dienstleistungen, Mitarbeiterzahl etc.) informiert?
  • Bin ich dazu in der Lage, für meine persönlichen Stärken und meine beruflichen Erfolge Beispiele zu nennen?
  • Kann ich meinen beruflichen Werdegang und meine berufsbezogenen Kenntnisse und Fähigkeiten innerhalb von zwei Minuten präsentieren?
  • Habe ich mir Fragen an das Unternehmen überlegt?
  • Bin ich über das branchenübliche Gehalt informiert?
  • Kann ich auf Nachfrage eine Gehaltsvorstellung benennen?