Transferagentur - Infos für Unternehmen und Betriebsräte
Silke Wohlgemuth
Geschäftsführerin

Transferagentur - Infos für Unternehmen und Betriebsräte

Mit der Beauftragung einer sogenannten Transferagentur können Mitarbeiter begleitet werden, die unmittelbar durch den Arbeitsplatzverlust und damit einhergehend von Arbeitslosigkeit bedroht sind. Die Voraussetzungen und die gesetzliche Grundlage sind im § 110 SGB III geregelt. Unter Transferagentur wird gemeinhin das Unternehmen verstanden, das Transfermaßnahmen, also die Maßnahmen, die der Neuorientierung von Mitarbeitern dienen, anbietet. Sinn und Zweck von Transfermaßnahmen ist es, Arbeitnehmern den Übergang (Transfer) aus dem alten in ein neues Beschäftigungsverhältnis zu erleichtern. Die PRM unterstützt den Prozess der Neuorientierung und begleitet die betroffenen Mitarbeiter bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz oder bei der Existenzgründung.

Voraussetzungen

Damit die Betriebsparteien die Förderung durch die Agentur für Arbeit erlangen, ist ein Beratungsgespräch im Vorfeld von Sozialplanverhandlungen mit der Agentur obligatorisch. Die Agentur prüft, ob einerseits die betrieblichen Voraussetzungen sowie andererseits die persönlichen Voraussetzungen der betroffenen Personen vorliegen. Ist das der Fall, sind beispielsweise alle Mitarbeiter von Arbeitslosigkeit bedroht, hat der Mitarbeiter sich verbindlich für die Teilnahme entschieden, ist die Qualität der Maßnahmen sichergestellt, ist die Durchführung der Maßnahme finanziell und von der Infrastruktur her gesichert, dann kann ein Antrag auf Förderung gestellt werden.

Umfang und Dauer der Förderung

Gefördert werden Maßnahmen für die betroffene Person in einem Umfang von bis zu 2500 Euro pro Person, allerdings nur dann, wenn sich das Unternehmen im gleichen Umfang beteiligt. Natürlich hängt der Umfang der Förderung somit von den durchgeführten Maßnahmen ab. Die Dauer der Transfermaßnahmen ist maximal auf die Dauer der individuellen Kündigungsfrist beschränkt. Natürlich ist es auch möglich in Abhängigkeit vom Bedarf, kürzere Maßnahmen anzubieten. Wir beraten Sie gerne über mögliche Inhalte und eine sinnvolle Dauer.

Inhalt der förderfähigen Maßnahmen

Förderfähig sind Maßnahmen zur Feststellung der Arbeitsmarktchancen und des Qualifikationsbedarfs beispielsweise ergänzt um Bewerbungstraining, das Trainieren von Vorstellungsgesprächen, aktive Stellensuche und vieles mehr. Darüber hinaus sind aber auch kurze fachliche Qualifikationen förderfähig, wenn sie der Verbesserung der Wettbewerbschancen auf dem Arbeitsmarkt dienen.

Ablauf

Zunächst ist ein Beratungsgespräch zwischen den Betriebsparteien und dem Anbieter der Transferagentur, beispielsweise der PRM, hilfreich, um die Möglichkeiten der Transfermaßnahmen auszuloten. Parallel dazu berät die Agentur für Arbeit hinsichtlich der Voraussetzungen und Möglichkeiten der Förderung. Sobald der Sozialplan abgeschlossen ist, kann ein Antrag auf Förderung der Maßnahmen bei der Agentur für Arbeit platziert werden. PRM unterstützt Sie hierbei gerne. Mit dem Bescheid sind Sie dann sicher, dass die Fördermittel in dem von Ihnen gewünschten Umfang gewährleistet sind, und die Durchführung kann beginnen. Nach Ende der Maßnahmen erstellt die beauftragte Transferagentur eine Schlussrechnung, die der Agentur für Arbeit zusammen mit einer Teilnehmerliste eingereicht wird und als Grundlage für die Ausreichung der Finanzmittel dient.

FAQ - Häufige Fragen zum Personaltransfer